Der Autor des Yoga Sutra, Patanjali, definiert den Begriff »Yoga« im Sutra 1.2 wie folgt:
»Yoga ist die Fähigkeit sich ausschließlich auf einen Gegenstand, eine Frage oder einen anderen Inhalt auszurichten und in dieser Ausrichtung ohne Ablenkung zu verweilen«
(Über Freiheit und Meditation, Desikachar, 1997).
Yoga kann auch bestimmt werden als eine Beruhigung und Sammlung der unausgerichteten Gedanken.
Weiter beschreibt Patanjali im Sutra 1.3: Im Zustand von Yoga, »scheint in uns die Fähigkeit
auf, etwas vollständig und richtig zu erkennen« . Echtes Erkennen und tiefes Verstehen sind das
Ergebnis einer erfolgreichen Praxis. Unserem normalen Tagesbewusstein fehlt diese Qualität von
Wahrnehmung aber sehr häufig. Es wird ersetzt durch Konzepte, die sich unser Geist von einem
Objekt macht oder durch das Fehlen jeglichen Verständnisses (1.4) Damit beschreibt Patanjali
unsere menschliche Grundsituation.
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